Öffentliche Bekanntmachung Bebauungsplan Oberhausen

Auslegungsbeschluss - öffentliche Auslegung -

  Bebauungsplanentwurf „Oberhausen“ 3. Änderung und Erweiterung Örtliche Bauvorschriften zum Bebauungsplanentwurf „Oberhausen“ 3. Änderung und Erweiterung Gemeinde Bodelshausen Der Gemeinderat der Gemeinde Bodelshausen hat am 10.05.2022 in öffentlicher Sitzung den Entwurf des Bebauungsplans „Oberhausen“ 3. Änderung und Erweiterung, Gemeinde Bodelshausen, und den Entwurf der Örtlichen Bauvorschriften zum Bebauungsplan „Oberhausen“ 3. Änderung und Erweiterung, Gemeinde Bodelshausen, gebilligt und beschlossen, diese Entwürfe nach § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch und nach § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch i.V.m. § 74 Landesbauordnung BW öffentlich auszulegen.
 
Ziel und Zweck der Planung
Mit dem Bebauungsplan „Oberhausen“ 3. Änderung und Erweiterung werden die Zulässigkeitsvoraussetzungen für die Bebauung der bisher als Garten des Gebäudes Oberhausen 8, genutzten Teilfläche des Flurstücks Nr. 2470/2 und 2468 geschaffen.
Die Art und das Maß der Nutzung des ursprünglichen Bebauungsplanes werden auf das nun neu gebildete Baugrundstück übertragen.
 
Das Plangebiet liegt am westlichen Siedlungsrand des Ortsteils Oberhausen.
Der Geltungsbereich umfasst das Flurstück Nr. 2468 und 2470/2. Der Geltungsbereich beträgt in dieser Abgrenzung ca. 0,27 ha. Es wird begrenzt durch den Weg Flst 2470/4 im Süden, einem unbebauten Grundstück im Osten, sowie Wiesenflächen im Norden und Westen.
 
Das Plangebiet wird wie in der nachfolgenden Planzeichnung dargestellt begrenzt:

Im Einzelnen gilt für den Bebauungsplanentwurf die Planzeichnung (Teil A) und der Schriftliche Teil (Teil B 1.), für den Entwurf der Satzung über die Örtlichen Bauvorschriften die Planzeichnung (Teil A) und der Schriftliche Teil (Teil B 2.), jeweils mit dem Datum vom 10.05.2022. Öffentliche AuslegungEs besteht für jedermann die Möglichkeit die Planung mit Vertretern der Verwaltung zu erörtern und sich zu der Planung zu äußern. Der Entwurf des Bebauungsplans und der Entwurf der Örtlichen Bauvorschriften werden mit Begründung und den nach Einschätzung der Gemeinde wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen und umweltbezogenen Informationen von Dienstag, 07.06.2022 bis Mittwoch, 06.07.2022, je einschließlich, bei der Gemeinde Bodelshausen, Rathaus, Am Burghof 8, Zimmer 107, 72411 Bodelshausen während der üblichen Öffnungszeiten öffentlich ausgelegt. Die auszulegenden Unterlagen sind zusätzlich im oben genannten Zeitraum auf der Internetseite der Gemeinde unter der Internet-Adresse https://www.bodelshausen.de/verwaltung/aktuelles eingestellt. Umweltbezogene InformationenFolgende, bereits vorliegende umweltbezogene Informationen sind verfügbar und werden einschließlich Begründung des Bebauungsplans samt Umweltbericht ausgelegt. a.) Umweltbericht und Eingriffsbilanz vom 21.04.2022Auswirkungen Nach § 13 NatSchG sind erhebliche Beeinträchtigungen zu vermeiden und nicht vermeidbare, erhebliche Beeinträchtigungen durch Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen zu kompensieren. Mit der Ausweisung von Bauflächen sind Auswirkungen auf Natur und Landschaft mit ihren Schutzgütern Mensch, Tiere, Pflanzen und Lebensgemeinschaften, Boden, Grund- und Oberflächenwasser, Luft und Klima, Erholung und Landschaftsbild sowie Kultur- und Sachgüter in unterschiedlichen Ausprägungen verbunden. Voraussichtlich erhebliche Auswirkungen sind in der Abwägung zu berücksichtigen. Voraussichtlich erhebliche AuswirkungenLebensräume der Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie und des Anhang I der Vogelschutzrichtlinie sowie Lebensräume des Anhangs I der FFH-Richtlinie wurden im Untersuchungsgebiet nicht festgestellt. Schädigungen von Arten im Sinne des Umweltschadensgesetzes werden bereits im Zusammenhang mit dem Artenschutz vermieden.Die geplante Bebauung führt zu einer Versiegelung von Böden und somit zum Verlust von Bodenfunktionen. Diese weisen eine geringe bis mittlere Bedeutung auf.Bei Niederschlagsereignissen tritt aufgrund der neuen Versiegelungen eine Erhöhung des Oberflächenabflusses ein, da das Niederschlagwasser nicht versickern kann. Eine erhebliche Verringerung der Grundwasserneubildungsrate ist aufgrund der vergleichsweise geringen Neuversiegelung nicht zu befürchten. KompensationsmaßnahmenFolgende Minimierungsmaßnahmen bzw. folgende Ausgleichsmaßnahmen sind für die nachfolgenden Schutzgüter vorgesehen, sofern voraussichtlich erhebliche Auswirkungen zu erwarten sind.Für die geplanten baulichen Eingriffe müssen nach § 1a Abs. 3 BauGB Ausgleichsmaßnahmen stattfinden. Um die Angemessenheit der erforderlichen Kompensationsmaßnahmen nachzuweisen, wurde für die Schutzgüter Boden, Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt eine Bilanzierung nach der Ökokontoverordnung (ÖKVO 2010) durchgeführt. Eine detaillierte Aufstellung zur Bilanz enthält Anhang 1 des Umweltberichtes zum Bebauungsplan. Schutzgut Tiere, Pflanzen und LebensgemeinschaftenZur Beurteilung der Planung wurde eine Biotopkartierung und Habitatpotenzialanalyse durchgeführt.Zusammenfassend hält der Autor fest: „Eine Bebauung des Flurstücks ist nur mit geringfügigen Beeinträchtigungen für geschützte Arten verbunden. Tiefergehende Erhebungen und artenschutzrechtliche Ersatzmaßnahmen sind nicht erforderlich.“ Schutzgut BodenInnerhalb des Geltungsbereichs stehen die Bodentypen Braunerde und Parabraunerde aus Sandstein führenden Fließerden an. Es handelt sich hierbei um mittel bis mäßig tief entwickelte lehmige Böden (LGRB 2021). Die Böden haben eine mittlere Bedeutung als Ausgleichskörper im Wasserkreislauf und eine geringe bis mittlere Bedeutung in den Bodenfunktionen Natürliche Bodenfruchtbarkeit und Filter und Puffer für Schadstoffe. Als Standort für die naturnahe Vegetation weist die gesamte Fläche keine hohe oder sehr hohe Bedeutung auf. (LGRB 2011).Ein Ausgleich für den Verlust von Boden ist nur schutzgutübergreifend möglich.Eine detaillierte Aufstellung zur Bilanz enthält Anhang 1 des Umweltberichtes zum Bebauungsplan. Schutzgut Grund- und OberflächenwasserInnerhalb des Geltungsbereichs oder unmittelbar angrenzend verlaufen keine Gewässer.Durch die getrennte Ableitung und Versickerung des unbelasteten Niederschlagswassers kommt es zu keinen erheblichen und dauerhaften Belastungen des Schutzguts Grund- und Oberflächenwasser. Schutzgut Mensch, Luft und KlimaEs ist nicht davon auszugehen, dass durch die Ausweisung des Wohngebiets eine zusätzliche erhebliche Lärmbelastung der bestehenden Wohnbebauung eintritt. Zur Minderung der Wärmebelastung wird eine Mindestanzahl von schattenspenden-den Bäumen auf den Baugrundstücken festgesetzt.
Schutzgut Erholung und LandschaftsbildDas Landschaftsbild wird durch die bestehende zum Teil gut eingegrünte Ortsrandsituation geprägt. Im Norden grenzen ausgedehnte Streuobstbestände, im Westen eine kleinteilig genutzte Agrarlandschaft an. Erholungseinrichtungen sind im Planungsgebiet nicht vorhanden.Zur Einbindung des Baugebiets in die freie Landschaft wird der Erhalt der Hecken am Westrand des Gebiets festgesetzt. Schutzgut Kultur- und SachgüterKulturgüter nach § 2 Denkmalschutzgesetz sind nicht bekannt. Die Gebäude und Infrastruktureinrichtungen bleiben erhalten. Kompensation von BeeinträchtigungenDie geplanten Veränderungen wurden bilanziert. Neben den oben genannten Vermeidungsmaßnahmen wird zur Kompensation eine Maßnahme der Flächenagentur Baden-Württemberg herangezogen  b.) Umweltbezogene Gutachten, Hinweise und StellungnahmenHinweise zum Vorkommen geschützter Arten zum Bebauungsplan vom Mai 2021
Betroffene Themenkomplexe:Artenschutz, Fledermäuse, Habitatpotentiale, Reptilien, Amphibien Betroffene Umweltbelange i.S.d. §§ 1 Abs. 6 Nr. 7a) c), e), f), 1a BauGB:Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und das Wirkungsgefüge zwischen ihnen sowie die Landschaft und die biologische Vielfalt, Stellungnahmen des Landratsamt Tübingen– Abt. 40 LandwirtschaftBaurecht und Naturschutz-, Wilhelm-Keil-Straße 5072072 Tübingen, vom 28.10.2021Betroffene Themenkomplexe:Umweltprüfung, Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung, Artenschutz, Kompensations- und Minimierungsmaßnahmen, Altlasten, Landwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz Betroffene Umweltbelange i.S.d. §§ 1 Abs. 6 Nr. 7a) c), e), f), 1a BauGB:Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und das Wirkungsgefüge zwischen ihnen sowie die Landschaft und die biologische Vielfalt, Vermeidung von Emissionen, Umweltbezogene Auswirkungen auf den Menschen, Nutzung erneuerbarer Energien sowie die sparsame und effiziente Nutzung von Energie Jedermann kann während der angegebenen Auslegungsfrist, also bis einschließlich 06.07.2022, Stellungnahmen mündlich zur Niederschrift während der Öffnungszeiten bei der Gemeinde Bodelshausen (Anschrift siehe oben) vorbringen oder schriftlich an die Gemeinde Bodelshausen richten. Bei schriftlich vorgebrachten Stellungnahmen sollte die volle Anschrift der Beteiligten angegeben werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können. DatenschutzIm Zuge der Bearbeitung von Stellungnahmen werden darin enthaltene personenbezogene Daten unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen verarbeitet; die Verarbeitung erfolgt nur zum Zweck des Bauleitplanverfahrens. Weitere Informationen zum Datenschutz sind unter der Internetadresse der Gemeinde/der Stadt veröffentlicht und liegen mit den o.g. Unterlagen öffentlich aus. Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung Bodelshausen: Montag           08.00 - 12.00 UhrDienstag         geschlossenMittwoch         08.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 18.00 UhrDonnerstag     08.00 - 12.00 UhrFreitag            08.00 - 12.00 Uhr  Gemeinde Bodelshausen Bodelshausen, den 27.05.2022 Uwe GanzenmüllerBürgermeister

Download Planunterlagen zum Bebauungsplan Oberhausen (8,308 MB)