Eichenprozessionsspinner

Die Abteilung Forst des Landkreises Tübingen informiert:
Eichenprozessionsspinner auch an Einzelbäumen oder in Waldbeständen im Landkreis Tübingen
 
Der Eichenprozessionsspinner, eine Schmetterlingsart, deren Raupen höchst unangenehme Brennhaare haben, zählt neben den Zecken, dem Fuchsbandwurm und dem Hantavirus zu den sog. „waldtypischen Gefahren“ im Landkreis Tübingen. Wenn die menschliche Haut mit den Brennhaaren in Berührung kommt, führt dies zu sehr schmerzhaften Hautreizungen. Die Prozessionsspinnerraupen befallen sowohl Eichen in bewohnten Bereichen, einzeln stehende Bäume in der freien Landschaft sowie Eichen im Wald. Davon ist auch der Landkreis Tübingen in diesem Jahr stark betroffen. Der Eichenprozessionsspinner kann im Einzelfall, sofern kritische Bereiche betroffen sind (z.B. innerorts), in einem frühen Raupenstadium Anfang Mai mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln vom Boden aus oder aus der Luft bekämpft werden. In den späteren Stadien – d.h. jetzt Ende Juni – kommt nur noch eine mechanische Bekämpfung durch Absaugen bzw. Abflammen in Frage. Dies sollte man jedoch unbedingt Profis überlassen.

Im Wald wird aus ökologischen Gründen auf Bekämpfungsmaßnahmen grundsätzlich verzichtet. Vom Raupenbefall betroffene Erholungseinrichtungen wie z.B. Sitzbänke werden abgesperrt und die Waldbesucher mit Hinweisschildern über die Maßnahme informiert.
 
Für befallene Eichen in der freien Landschaft oder in bewohnten Bereichen sind die Städte und Gemeinden bzw. die Grundstückseigentümer zuständig. Waldbesitzern steht die Abteilung Forst des Landkreises Tübingen für Fragen und Informationen unter Tel. 07071/207-1402 oder per Email unter forst@kreis-tuebingen.de gerne zur Verfügung.